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hf-energieberatung

 

 

In diesem Bereich werden möglichst aktuelle und interessante Informationen aus dem Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien bereitgestellt.

 

 

 

 
1. EEG-Novelle beschlossen
(sfv-rundmail] 14.7.10)

Nach wochenlangem Ringen und langanhaltendem Protest der Solarbranche beschlossen Bundestag und Bundesrat in ihren Sitzungen am 8./9.7.2010 eine umfassende Degression der Solarstromvergütung. Diese soll rückwirkend zum 1.7. eingeführt werden und nur unbedeutende Änderungen im Vergleich zum Beschluss des Bundestages vom 5.5.2010 enthalten.
Die einschneidende Kürzung der Solarstromvergütung wird nun in zwei Schritten erfolgen. Für Neuanlagen an und auf Gebäuden sowie Lärmschutzwänden gilt, dass zum 1.7. die bisherige Vergütung um 13 % und ab 1.10. um weitere 3 % Prozent abgesenkt wird. In der Summe ändert sich jedoch die Absenkung nur unwesentlich. Die Degression wird anstatt der bisher diskutierten 16 Prozent "nur noch" 15,61 Prozent
betragen.
 
Offener Brief an unsere Mitbürger in CDU und CSU
(sfv-rundmail] 31.5.10)

*** Mut zur Gewissensentscheidung in der Energiepolitik

Sehr geehrte, liebe Mitbürger,

diesen Brief schreiben Ihnen Menschen, die sich Sorgen um die zukünftigen Lebensgrundlagen machen. Der regelmäßige Wechsel der Jahreszeiten, der Wechsel von Sonne und Regen, Wärme und Frost, die Gesundheit von Böden und Grundwasser, die unbegreifliche Schönheit der Natur - all dies soll auch für unsere Nachkommen erhalten bleiben. Gläubige Menschen sagen, die Schöpfung müsse "bewahrt" werden.

Wir empfinden uns als Konservative, denn "Konservativ" hat etwas mit "Bewahren" zu tun.

Unsere Umwelt, die Schöpfung oder die Mitwelt, wie man sie auch immer bezeichnen mag, ist jedoch durch den Klimawandel und die fortwährende Anhäufung radioaktiver Abfälle aufs Höchste gefährdet. Die Gefahr konnte deshalb so groß werden, weil der Einzelne die Anzeichen kaum deuten kann und sie ihm im Vergleich zu seinen täglichen Problemen nur unbedeutend vorkommen. Wir in Mitteleuropa z.B. konnten uns bisher noch leicht an die Klimaveränderungen anpassen und noch hat es hier keine massive Freisetzung von Radioaktivität gegeben. Doch obwohl die Gefährdung so
schleichend kommt - und gerade weil sie so schleichend kommt - ist sie bedrohlich. Bedrohlich ist sie insbesondere durch ihre Unumkehrbarkeit:

Die schlimmste Finanzkrise, ja sogar ein Krieg haben irgendwann ein Ende und ein Neubeginn danach ist vorstellbar, aber der beginnende Klimawandel und die Menge der unabsichtlich erzeugten todbringenden radioaktiven Abfälle lassen sich in geschichtlich absehbaren Zeiten nicht mehr rückgängig machen. Allenfalls können wir ihre weitere Zunahme bremsen, aber auch das nur, wenn wir entschieden gegensteuern, solange wir noch die Möglichkeit dazu haben.

Wir! Damit sind wir alle gemeint.

Nach wie vor vertrauen viele Menschen darauf, dass die Parteien mit dem "C" für "Christlich" im Parteinamen besonderen Augenmerk auf die Bewahrung der Schöpfung legen und deshalb die richtigen Entscheidungen treffen werden. Doch das trifft nicht mehr zu. Die letzten
Entscheidungen der CDU/CSU/FDP-Koalition gehen leider in eine ganz andere, falsche Richtung.

Die Verlängerung der Laufzeiten selbst für überalterte Kernkraftwerke*) lässt die radioaktiven Abfälle weiter anwachsen, für die es immer noch kein sicheres Endlager gibt und sie führt zum erbitterten wirtschaftlichen Konkurrenzkampf gegen die aufwachsenden Erneuerbaren
Energien.
Die Windenergie, die in Westholstein und Sachsen-Anhalt den Beweis erbracht hat, dass sie einen großen Teil unserer Energieversorgung übernehmen könnte, wird schon seit Jahren durch die unionsgeführten Landesregierungen in NRW, Baden-Württemberg und Bayern ausgebremst.
Das rasche Aufwachsen der Solarenergie wurde durch die CDU/CSU/FDP-Koalition im Bundestag abrupt gestoppt, indem die notwendige Kapitalzufuhr drastisch gekürzt wurde.
Damit ein neues Kohlekraftwerk gebaut werden kann, hat die CDU/FDP-geführte NRW-Landesregierung den Klimaschutz aus dem
Landesentwicklungsgesetz gestrichen, in dem er bereits verankert war.

Dies sind rechtlich, politisch und wirtschaftlich falsche Entwicklungen in der Politik. Sie führen zu einer inhaltlich falschen Verfestigung veralteter wirtschaftlicher Machtstrukturen. Die "Strukturkonservativen" aus den unterschiedlichsten politischen Lagern haben in der Energiepolitik den "Wertkonservativen" in hohem Maß den Einfluss auf die politische Gestaltung genommen. Die Unterstützer der Nuklear-, Kohle-, Erdöl- und Erdgaswirtschaft haben sich durchgesetzt und verfolgen unbeirrt ihr Ziel, im eigenen Land die Erneuerbaren Energien Sonnenenergie und Windenergie nicht aufkommen zu lassen.

Die Energiepolitik der CDU/CSU/FDP-geführten Bundesregierung und der unionsgeführten Landesregierungen bringt uns Mitbürger alle in die Zwangslage, dass wir häufig mangels vorhandener Alternativen weiterhin Strom aus Kernkraftwerken nutzen, Braunkohle abbauen lassen und weiter unsere Autos mit Erdöl fahren müssen. Wir werden oft gegen unseren Willen zu Klimasündern, wir werden zu Mitläufern bei der Zerstörung der weltweiten Lebensbedingungen gemacht, und damit werden wir alle mitschuldig am absehbaren millionenfachen furchtbaren Sterben in den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen der Welt.

Und dies geschieht - das sei hier noch einmal betont - entgegen dem auch in Umfragen bestätigten Mehrheitswillen unseres Volkes, sogar entgegen der Mehrheit seiner CDU/CSU-Wähler. Genügend Umfragen zeigen: Weder für den Weiterbetrieb der Kernkraftwerke gibt es eine Mehrheit noch für die
massive Drosselung der Solarstromvergütung. Doch trotzdem haben unter der strengen Fraktionsdisziplin alle Angehörigen der schwarz-gelben Koalition ihre Stimme gegen die Solarenergie abgegeben. Und sie werden vorhersehbar genauso auch für die Verlängerung der
Kernkraftwerks-Laufzeiten stimmen.

In dieser Situation bis zur nächsten Wahl zu warten, um vielleicht einer anderen Partei die Stimme zu geben, ist keine nachhaltige Lösung und akzeptable Perspektive, denn die Energie- und Klimaschutzfrage kann nicht stabil gelöst werden, solange eine der großen Volksparteien die Fortführung von Kohle, Erdöl, Erdgas und Kernkraft anstrebt und die Markteinführung der Erneuerbaren Energien und die Energieeinsparung bremst.

Wir vom Solarenergie-Förderverein Deutschland wenden uns deshalb an Sie, damit Sie aktiv werden und innerhalb Ihrer Partei diejenigen ermutigen, die eine ernsthafte Energiesparpolitik und den Aufbau der heimischen Solarenergie und der Windenergie in einer modernen Energiewirtschaft vertreten. Bitte setzen Sie sich für diesen wichtigen Teil bei der Bewahrung der Schöpfung ein. Es gibt viele Möglichkeiten. So könnten Sie Kontakt zu Ihrem CDU- oder CSU-Abgeordneten aufnehmen und ihm Ihre Enttäuschung zur Verlängerung der Kernkraftlaufzeiten oder zur Verminderung der Solarstromvergütung ausdrücken. Lassen Sie sich nicht mit vorformulierten Standardantworten abspeisen. Gerne geben wir Ihnen dabei Unterstützung mit Sachinformationen und wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen. Bitte scheuen Sie sich nicht, uns diesbezüglich zu kontaktieren.
 
 
Bundestag verabschiedet Novelle des EEG mit einschneidenden
Vergütungskürzungen für Solarstrom
(sfv-rundmail] 6.5.10)

Der Umweltausschuss des Bundestages hat den Koalitionsentwurf zur Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes für die Erzeugung von Strom aus Solarenergie mit der Mehrheit von CDU/CSU und FDP angenommen. Die Opposition aus Grünen, Linksfraktion und SPD stimmte am Mittwochvormittag geschlossen gegen den Antrag.
Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, die Vergütung für Photovoltaik-Anlagen für Anlagen oder an Gebäuden zum 1. Juli 2010 einmalig um 16 Prozent abzusenken. Bei Anlagen auf Freiflächen soll es eine Absenkung um 15 Prozent, ebenfalls zum 1. Juli 2010 geben. Im Gegensatz zum ersten Gesetzentwurf wurde entsprechend der angenommenen Änderungsanträge (17/1663 bis 17/1666) die Definition der Konversionsflächen verändert und die Schwankungsmöglichkeiten für die Absenkung der Vergütung (Degression) verringert. Zudem soll es einen Bonus für eigenverbrauchten Strom geben und der Vertrauensschutz für Freiflächenanlagen ausgeweitet werden.

Nähere Infos unter
http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_05/2010_141/01.html

Im Bundestag fand heute ab 15.15 Uhr die 2. und 3. Lesung zur
EEG-Novelle statt. Erwartungsgemäß wurde sie unverändert verabschiedet.

Der Bundesrat wird Anfang Juni über die EEG-Novelle beraten. Sollte der
Bundesrat Einwände oder Änderungswünsche äußern, so kann der Bundestag
diese überstimmen.

 

 

Zusätzliche Senkung der Einspeisevergütung

(Gedanken des Inhabers dieser Seiten)

 

 

Unser Umweltminister will die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen außerplanmäßig rapide senken. Zusätzlich zu der im EEG gesetzlich festgelegten jährlichen Degression (9 % von 2009 auf 2010) sollen die Vergütungssätze für Dachanlagen im April diesen Jahres um weitere 15 % und für Freiflächenanlagen im Sommer 2010 um weitere 25 % gesenkt werden.

Im Folgenden soll es nicht um die Degression an sich gehen. Die im EEG festgeschriebene jährliche Degression ist notwendig und auch sinnvoll. Die Erzeugerpreise für Photovoltaikmodule sinken stetig, dementsprechend müssen auch die Einspeisevergütungen und damit die Subventionskosten für diese zukunftsfähige Technologie reduziert werden.

Vielmehr sollen hier einige Gedanken aufgeführt werden, die nach Meinung des Autors in den öffentlichen Diskussionen gar nicht oder nur viel zur kurz aufgenommen und erläutert werden.

 

Die starke globale Erwärmung und der damit einhergehende Klimawandel werden von Experten dargestellt und sind offensichtlich nicht mehr zu verleugnen. Die verheerenden Folgen sind weitestgehend bekannt. Und das wir alle, mit unserem Lebenswandel und unserem Umgang mit den konventionellen Rohstoffen einen nicht unbedeutenden Beitrag dazu leisten, sollte jedem klar und auch bewusst sein. Wir sind, insbesondere durch die erneuerbaren Energien, technologisch in der Lage, diese klimatischen Veränderungen positiv zu beeinflussen und zu reduzieren. Diese Möglichkeiten sollten und müssen wir nutzen. Aber nicht allein aus klimatechnischen Gründen ist der Umstieg auf erneuerbare und damit umweltfreundliche Energien wie die Photovoltaik zwingend notwendig. Unsere konventionellen Energieträger (Öl, Gas, Kohle) sind endlich und werden immer teurer, auch aus diesem Grund ist ein Wechsel in der Energieersorgung unvermeidbar.

Im Rahmen dieses notwendigen Energiewandels ist die Solarenergie, als Teil der erneuerbaren Energien, unverzichtbar.

 

Ganz aktuell in den Medien sind die Berichte über das Atommüllendlager ASSE. 126.000 Fässer mit verseuchtem Abfall müssen aus Sicherheitsgründen umgelagert werden. Laut Medien sei wohl der genaue Inhalt eines Großteils der Fässer aus Gründen von schlechter bzw. mangelnder Dokumentation unbekannt.

Was mit Atommüll allgemein in fünfzig, hundert oder tausend Jahren sein wird, weiß niemand so genau.

Im Zusammenhang mit dem Thema Atomkraft sind  die Gefahren einer radioaktiven Verseuchung, deren Langzeitfolgen noch weitestgehend ungewiss sind, nicht zu unterschätzen.

Tschernobyl ist vielen wahrscheinlich noch im Gedächtnis. Man kann nur hoffen, dass dies ein Einzelfall bleibt. Sicher kann man aber leider nicht sein. Warum ein so großes Risiko weiter eingehen, wenn es eigentlich nicht notwendig ist?

Fragen Sie sich einmal selbst, was sie lieber hätten, Ein Atomkraftwerk oder ein Endlager vor der Tür oder lieber ein Windrad nebenan oder die Solaranlage auf dem Dach?

 

Die Subvention der Photovoltaik durch die gesetzlich festgeschriebene EEG-Umlageregelung kostet jeden deutschen Stromverbraucher Geld. Wieviel es allerdings wirklich für jeden einzelnen ist, wird kaum angesprochen.

Für das Jahr 2010 ist die EEG-Umlage (für alle erneuerbaren Energien) auf 2,047 cent/KWh festgelegt worden. Bei meinem Stromverbrauch (ich lebe in einem zwei Personen Haushalt) summiert sich diese EEG-Umlage auf stattliche 3,026 €/Monat und damit auf rund 36 €/Jahr. Als Investition in unsere Zukunft ist das wahrlich nicht zuviel!

 

Einerseits kosten die Subventionen der erneuerbaren Energien also jeden Stromverbraucher Geld. Andererseits, und das ist ein weiterer Punkt, der in der öffentlichen Diskussion viel zu kurz kommt, reduzieren die erneuerbaren Energien den Strompreis für konventionellen Strom.

Der Grund hierfür liegt im sogenannten „Merit-Order-Effekt“ an der deutschen Strombörse. Durch die gesetzliche  Abnahmepflicht von Strom aus erneuerbaren Energien, wird ein Teil der gesamten Stromnachfrage abgedeckt. Das führt dazu, dass weniger Strom aus konvetioneller Stromerzeugung zur Deckung der Nachfrage notwendig ist. Somit fällt "teurer" Strom, welcher früher noch notwendig war, aus dem Handel und der gemittelte Preis für konventionellen Strom an der Börse sinkt. Auf eine ausführliche Erklärung dieses Effektes soll an dieser Stelle verzichtet werden. Weitreichende Informationen zu diesem Effekt finden Sie z. B. auf den Internetseiten von „Wikipedia“ oder des „SFV“.

 

Die Solarenergie allein ist nicht die Lösung des Problems. Im notwendigen Energieversorgungsmix der Zukunft ist sie aber ein wichtiger Bestandteil. Deutschland ist in der Forschung und Entwicklung im Bereich der Photovoltaiktechnologie weltweit führend. Heute schon hängen mehrere hunderttausend Arbeitsplätze an diesem zukunftsfähigen Wirtschaftszweig. Und das liegt natürlich auch an der gesetzlichen Einspeisevergütung.

Mir persönlich ist es gänzlich unverständlich, warum unser Umweltminister mit seinen Vorschlägen zur nochmaligen und erheblichen Senkung der Einspeisevergütung die Gefahr in Kauf nimmt, dass Spitzenunternehmen in Forschung, Entwicklung und Produktion aus der Solarbranche aus Deutschland abwandern und damit nicht nur die daran gebunden Arbeitsplätze, sondern auch die deutsche Spitzenstellung in diesem Bereich gefährden. Wenn wir in naher Zukunft auf den erneuerbaren Energiemix angewiesen sind, werden wir fragen: Waren wir nicht mal führend auf dem Gebiet der Photovoltaik? Die Antwort wird dann sein: Ja, waren wir, aber wir mussten sparen.

 

Aus meiner Sicht basiert die ganze Diskussion über die zusätzliche Senkung der Einspeisevergütung auf sehr guter Lobby-Arbeit der großen Stromkonzerne. Jede weitere ins Netz eingespeiste KWh Strom aus erneuerbaren Energien reduziert die Abnahme von Strom aus konventioneller Stromerzeugung. Damit sinken die Gewinne der Stromkonzerne aus herkömmlichen Strom. Und aus diesem Grund wird alles versucht, um den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, welcher allerdings aus oben genannten Gründen zwingend erforderlich ist, zu verhindern. Und dass Lobby-Arbeit durchaus Früchte tragen kann, sieht man an der Senkung der Mehrwertsteuer für das Hotelgewerbe und den dann öffentlich gewordenen Spenden aus eben jenem Gewerbe an Parteien unserer Bundesregierung.

 

Eben höre ich ganz aktuell in den Radionachrichten, dass entgegen aller Versprechungen die Laufzeiten der Atomkraftwerke doch verlängert werden sollen. Welch Überraschung.

 

Wenn wir nicht schnellstmöglich Umdenken, wird es wahrscheinlich zu spät sein.

 

(Hendrik Fölsch,  24.01.2010)
 
 
Auzüge aus der Rundmail des SFV vom 14.01.2010
 
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1. Strategische Überlegungen
...

Auf folgende Punkte machen wir nunmehr öffentlich aufmerksam:

15 Klimakonferenzen haben die Bedrohung der menschlichen Zivilisation deutlich gemacht und den Beweis geliefert, dass internationale Vereinbarungen nicht rechtzeitig und nicht mit ausreichender Wirksamkeit zustande kommen. Es verbleiben somit nur noch nationale Maßnahmen, im Wesentlichen eine gezielte Markteinführung der Erneuerbaren Energien durch energische Nachfragesteigerung im eigenen Land. Mit der starken Nachfragekraft eines nicht ganz unvermögenden 80 Millionen-Volkes würde eine solche Entscheidung der globalen Markteinführung durch Massenproduktion neuen Schwung verleihen und könnte auch anderen Volkswirtschaften als Vorbild dienen, sie wahrscheinlich auch "mitreißen". Diese Handlungsoption zu nutzen, sind wir angesichts der Bedrohungslage insbesondere unseren jungen Mitbürgern und deren Nachkommen gegenüber verpflichtet.

Eine solche strategische Entscheidung zu treffen, steht der Bundeskanzlerin zu, die die Richtlinien der Politik zu bestimmen hat. Vom Minister für Umwelt(!) erwarten wir, dass er die Warnungen der Klimafachleute vom Potsdamer Institut für Klimafolgen Abschätzung ernst nimmt, und zur Abwehr der Gefahren Anregungen und Vorschläge im Kabinett macht.

Zu den national möglichen Maßnahmen gehört der zügige Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Solar- und Windenergie. Jede neue Wind- und Solarstromanlage vermindert den CO2-Ausstoß und damit die zu erwartenden Klimaschäden.

Den Ausbau der Solarstromtechnik jetzt aus Kostengründen zu verlangsamen, wie zur Zeit diskutiert wird, halten wir für eine sträfliche, eine moralisch und wirtschaftlich nicht mehr vertretbare Fehlentscheidung. Es fällt uns schwer, nicht noch schärfere Formulierungen zu verwenden. Die Verlangsamung des PV-Ausbaus bedeutet Verzicht auf ein wichtiges Instrument zur Abwehr des Klimawandels. Und dieser Verzicht wird zur Beschleunigung des Klimawandels führen, möglicherweise sogar bis hin zum "Kippen" des Gesamtsystems. Angesichts der drohenden Unbewohnbarkeit großer Landstriche klingt die Einwendung, man habe aber Kosten sparen wollen, erbärmlich und außerdem ist sie falsch, denn nach allgemeiner unbestrittener Überzeugung müssen wir ohnehin auf Erneuerbare Energien umsteigen - wann auch immer. Und durch Zögern werden die notwendigen Investitionen nicht geringer.

Die immer wieder angeführte Tatsache, dass im zurückliegenden Jahr in Deutschland mehr Solarstromanlagen errichtet wurden als jemals in den Jahren vorher, mag aus industriepolitischer Sicht zunächst wie ein Erfolg wirken. In umweltpolitischer Sicht ist sie jedoch keineswegs ausreichend, denn man muss das Ausbautempo an der Zielvorstellung messen. Auf deutschen Dächern können und sollten 30 mal so viel Solarstromanlagen montiert werden wie bisher. Das darf aber nicht dreißig mal so lange dauern wie der bisherige Aufbau der Photovoltaik seit dem Anfang der neunziger Jahre.

Wer an einem stetig beschleunigten Wachstum der photovoltaischen Technik interessiert ist, muss dieser Technik zunächst einmal gleichbleibende Förderbedingungen bieten. Die Begründung ist einfach: Nur wer sich als Unternehmer oder Kapitalgeber auf gleichbleibende Förderbedingungen verlassen kann, wird in die Solarstromtechnologie investieren, weil diese Technik derzeit noch dringend auf Kaufanreize, wie die staatlich festgesetzte Einspeisevergütung, angewiesen ist. Der Zusammenbruch der spanischen Nachfrage nach Zurücknahme der dortigen staatlich garantierten Einspeisevergütung zeigt diese Abhängigkeit warnend auf. Die Tatsache, dass der Zusammenbruch in Spanien den Absatz der weltweiten PV-Produktion empfindlich vermindert hat, sollte nun nicht noch weiter verschlimmert werden, indem auch noch der Absatz am deutschen Markt gedrosselt wird.

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2. Folgen der übermäßigen Degression

Schon jetzt geraten immer mehr PV-Herstellerfirmen wegen des stotternden Absatzes in Schwierigkeiten und müssen ihr Engagement einstellen. Die dort getätigten Investitionen liegen schon einige Jahre zurück und erfolgten unter der Annahme, dass die Degression weiterhin bei 5 Prozent bleiben würde. Der Zusammenbruch der Firmen ist also nicht durch
Missmanagement verursacht worden, sondern durch die unvorhergesehene Verminderung der Einspeisevergütung. Höchst bedauerlich ist, dass die Investitionen und Produktionserfahrungen, die indirekt auch von den deutschen Stromverbrauchern bezahlt worden sind, damit verloren gehen. Von Kosteneinsparungen kann volkswirtschaftlich also nicht die Rede sein; im Gegenteil!

Außerdem wurden und werden auf diese Weise Neueinsteiger, die erfolgversprechende neue Forschungsergebnisse in die Produktion einführen wollten, schon bei den ersten Schritten wieder aus dem Markt geworfen. Eine Beschränkung der Produktionsvielfalt in einem so frühen
Stadium der Entwicklung birgt die Gefahr in sich, dass aussichtsreiche Entwicklungslinien nicht weiter verfolgt werden. Das in diesem Zusammenhang gebrauchte Wort "Marktbereinigung" ist nur eine schönfärbende Umschreibung dafür, dass die schon lange etablierten Unternehmen neue Wettbewerber gerne abwehren. Hier erlebt man "Industriepolitik" im üblen Sinne.

Zu bedenken ist dabei auch, dass die wirtschaftswissenschaftlich ermittelte Lern- oder Erfahrungskurve - nach der sich die globalen Preise in Abhängigkeit von der bis dahin kumulierten Gesamtproduktion entwickeln - durch ständige Änderung der Rahmenbedingungen nicht schneller durchlaufen werden kann. Gras wächst nicht schneller, wenn man ungeduldig daran zieht. Wolf von Fabeck, "Markteinführung der Photovoltaik durch Senkung der Einspeisevergütung?" 10.12.09
http://www.sfv.de/artikel/markteinfuehrung_der_photovoltaik_durch_senkung_der_einspeiseverguetung.htm

Durch Drosselung der Einspeisevergütungen und damit des PV-Absatzes werden zwar vorübergehend die Verkaufspreise gesenkt, aber das ist nur ein scheinbarer Erfolg, denn es erlischt gleichzeitig auch jeder Anreiz zur Ausweitung der Produktion. Es kommt vielmehr zum Ausverkauf. Die aus Umweltschutzgründen notwendige schnelle Vergrößerung der
Produktionskapazitäten unterbleibt und die Technik sinkt in ein Nischendasein zurück.

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3. Unbegründete Angst vor den goldenen Nasen

Betrachtet man das erreichbare Endziel: etwa 200 Terawattstunden jährlich alleine von deutschen Dachflächen in wenigen Jahren, erkennt man leicht, dass das Tempo der Neuinstallationen erheblich gesteigert werden muss. Dazu ist eine Steigerung der Einspeisevergütung das wirksamste Mittel. Die Sorge, dass eine erhöhte Einspeisevergütung zu sinnlosen Gewinnmitnahmen führt, ist weit verbreitet, aber unberechtigt. Auf Grund der Marktgesetze werden bei ungestörter Entwicklung die Gewinne immer genau dort investiert, wo der jeweilige Engpass liegt. Wenn das Solarsilizium knapp ist, werden die Gewinne beim Solarsilizium gemacht. Wenn nicht genügend Wechselrichter geliefert werden können, können die Wechselrichterhersteller Gewinne erzielen. Die Folge: Im ersten Fall werden neue Solarsiliziumfabriken geplant und im zweiten Fall neue Wechselrichterproduktionen. Voraussetzung ist allerdings ein Klima politischen Vertrauens in die Stetigkeit der politischen Unterstützung. Andernfalls werden die erzielten Gewinne branchenfremd eingesetzt und die Investitionen gehen verloren. Siehe dazu den Beitrag von Wolf von Fabeck, "Schnellere Ausweitung der Solarstromerzeugung in Übereinstimmung mit den Marktgesetzen ist möglich", 16.08.2006
http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/wirkungs.htm

Eine volkswirtschaftliche Pauschalüberlegung mag besonders für die Zukunft hilfreich sein: Der Aufbau einer neuen Energieversorgung braucht die Investition erheblicher Kapitalmengen. Kapital wird nur dort investiert, wo hohe Gewinne winken. Wer die Gewinne beschneidet, beschneidet auch die Bereitschaft zu weiteren Investitionen.

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4. Differenzierung der Anlagengrößen

Nun noch einige weitere Anmerkungen. Beim progressiven Ausbau der Erneuerbaren Energien in einem dichtbesiedelten Land kommt es schließlich zur Knappheit von Flächen, auf denen Wind- oder Solarstrom "geerntet" werden können. Hier zeigt sich ein bisher wenig beachteter Vorteil der Photovoltaik. Sie hat die Möglichkeit, bereits versiegelte und anderweitig nicht benötigte Dach- und Fassadenflächen zu nutzen. Diese Flächen gibt es in den unterschiedlichsten Größenordnungen, von der Giebelseite eines Walmdaches bis zur Dachfläche eines riesigen Logistikzentrums. Derzeit findet ein "Rosinenpicken" statt. Potentialabschätzungen zeigen, dass alle Dächer, auch die kleinen Dachteilflächen dringend gebrucht werden. Die Installateure bevorzugen jedoch die großen Dächer. Die Installation von Kleinanlagen bis 5 kW bleibt vergleichsweise immer weiter zurück. In einigen süddeutschen Gemeinden wird die Zahl der zur Verfügung stehenden großen Dächer bereits knapp. Dagegen ist das Potential an Kleindächern praktisch unerschöpft.

Es gibt zwei Gründe, warum die Kleinanlagen zurückbleiben. Der erste Grund liegt in der Tatsache, dass der Planungs- und Montageaufwand für solche relativ kleinen Anlagen vergleichsweise höher ist, die Einspeisevergütung ist jedoch nicht höher.

Hier kommt noch eine besondere Ungereimtheit aus dem EEG erschwerend hinzu. Nach dem unerhofften Zuwachs der PV im Jahr 2009 wurde die Einspeisevergütung für alle Anlagengrößen - also auch für die kleinen PV-Anlagengrößen - vermindert, obwohl der Zuwachs im wesentlichen auf das Konto der großen Anlagen gegangen war.

Der zweite Grund für das Zurückbleiben der Kleinanlagen liegt in der Tatsache, dass es bei kleineren Anlagen schwieriger ist, die geometrischen Formen der Teilflächen architektonisch befriedigend auszunutzen. Es geht generell um die Gebäudeintegration, um die Entwicklung von Bauelemente, die sich in Form und Größe anpassen lassen und eine photovoltaisch aktive Oberfläche haben. Diese Entwicklungen kommen nur zustande, wenn für gebäudeintegrierte PV-Anlagen ein Bonus gezahlt wird, wie z.B. in Frankreich. Und diese Entwicklungen brauchen Zeit. Es wäre ein Fehler, die Anreize für die kleinen und die gebäudeintegrierten Anlagen erst dann einzuführen, wenn es keine größeren ungenutzten Dächer mehr gibt.

Dazu noch ein Blick über die Grenzen. Soweit dem SFV bekannt, werden in Italien bei gebäudeintegrierten Anlagen bis 3 KW 48,02 Cent/kWh gezahlt. In Griechenland seien es bis 55 Cent/kWh und in Frankreich sollen sogar bis zu 60,2 Cent/kWh vorgesehen sein.

Will Deutschland sich etwa - anders als seine Nachbarn - aus der Photovoltaik zurückziehen?

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6. Bund der Energieverbraucher für Beibehaltung der bisherigen
Förderbedingungen

Anders als in der Presse berichtet, setzt sich der Bund der Energieverbraucher unter seinem Vorsitzenden Dr. Aribert Peters für die Beibehaltung der bisherigen Solarstromförderung bei. Der
"Energieexperte" des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (VZBV) Holger Krawinkel vertritt mit seiner Forderung nach einer 30 prozentigen Absenkung der PV-Einspeisevergütung nicht die Linie seines Verbandes sondern anscheinend seine Privatmeinung. Siehe dazu "Energieverbraucher warnen vor Absenkung der PV-Vergütungen" 8.10.09
http://www.energieverbraucher.de/de/Erneuerbare/Erneuerbare/Das-EEG__510/ContentDetail__9957/
 
 
 
Einige Gedanken zum Klimagipfel in Kopenhagen
Von Jürgen Grahl

Man benötigt keine prophetischen Fähigkeiten, um den Ausgang der Kopenhagener Klima-konferenz vorherzusagen: Sie wird scheitern wie alle ihre 14 Vorgänger seit 1992. Pardon, natürlich wird sie nicht scheitern, sondern man wird weltbewegende Erklärungen darüber abgeben, welch ernste Bedrohung und nie gekannte Herausforderung der Klimawandel doch darstelle, wie sehr und mit welch tiefer persönlicher Betroffenheit man sich der Notwendigkeit bewusst sei, entschlossen, energisch, konsequent und ohne weiteren Zeitverlust, ohne um den heißen Brei herumzureden und ohne die Weltgemeinschaft weiter mit unnützen leeren, salbungsvollen Worthülsen zu quälen und einzulullen, wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten, und so wird man den weltbewegenden Beschluss fassen, eine Nachfolgekonferenz einzuberufen, auf der man sich dann entschlossen,
energisch, konsequent und ohne weiteren Zeitverlust, ohne um den heißen Brei herumzureden....
(SFV: http://www.sfv.de/artikel/the_same_procedure_as_last_year_-_the_same_procedure_as_every_year.htm)
 

Degression der Vergütung für PV-Anlagen 2010

 

In der heutigen Ausgabe des Bundesanzeiger (Nr. 164 vom 30.10.2009) sind
die Degressions- und Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen gemäß §
20 Abs. 2a S. 2 EEG veröffentlicht.

Freiflächenanlagen: 11 Prozent = 28,43 Ct/kWh
Anlagen bis einschl. 30 kWp: 9 Prozent = 39,14 Ct/kWh
Anlagen bis einschl. 100 kWp: 9 Prozent = 37,23 Ct/kWh
Anlagen bis einschl. 1 MWp: 11 Prozent = 35,23 Ct/kWh
Anlagen größer 1 MWp: 11 Prozent = 29,37 Ct/kWh
Eigenverbrauchsvergütung nach § 33 Abs. 2 EEG: 9 Prozent = 22,76 Ct/kWh

(SFV Rundmail vom 30.10.09)

 

Studie bestätigt Einspareffekte durch Förderprogramme der KfW

 

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat über Ihre Programme zur Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens im Jahr 2008 rund 6,7 Mrd. Euro Kredite und Zuschüße zugesagt. Damit wurden Investitionen in ernergetisches Bauen und Sanieren von insgesamt 13,4 Mrd. Euro an rund 280.000 Wohnungen angestoßen.

Laut einer Studie des Bremer Energieinstitutes (BEI) erbrachten diese Investitionen für das Jahr 2008 eine dauerhafte jährliche Minderung des CO2-Austoßes von 837.000 t. Seit 2006 konnte damit der jährliche CO2-Austoß um 2,5 Mio. t dauerhaft gesenkt werden.

(Fachzeitschrift: Gebäude-Energieberater, Ausgabe 10/2009)

 

Anschlussverzögerung der Netzbetreiber nicht hinnehmen
(SFV Rundmail vom 28.10.09)
 

Als Inhaber eines örtlichen Quasimonopols sind Netzbetreiber in besonderer Weise gegenüber ihren "Zwangskunden" kartellrechtlich verpflichtet, staatliche Schutzvorschriften sorgfältig zu beachten. Aus der gesetzlichen Regelung in § 5 Abs. 1 EEG zum unverzüglichen Anschluss von Anlagen zur Nutzung der Erneuerbaren Energien ergibt sich ihre Verpflichtung, die betriebsinternen Abläufe und personelle Ausstattung
so zu organisieren, dass eine zügige Bearbeitung von Netzanschlussbegehren zu bewältigen ist. Dies gilt in besonderem Maße gegenüber kleineren Anlagen, wenn diese in unkritischen Netzbereichen angeschlossen werden sollen. Der Hinweis auf Arbeitsüberlastung befreit sie von dieser Verpflichtung nicht.

In Ergänzung zu unserer Rundmail vom 30.09.2009 (siehe unten) zum Thema:
"Anschlussverzögerungen bei Photovoltaikanlagen" empfiehlt Rechtsanwalt
Dr. Jochen Fischer (Kanzlei Gaßner, Groth, Siederer & Coll.
folgende Vorgehensweise:

Wichtig ist, dass der Anlagenbetreiber/-errichter die Fertigstellung der Anlage so früh wie möglich unter Angabe eines konkreten Datums ankündigt, damit zwischen der Anmeldung und der Fertigstellung eine möglichst lange Frist liegt.

Bei der Anmeldung einer Anlage zum Netzanschluss könnte der Anlagenbetreiber/-errichter etwa folgenden Passus aufnehmen:

"Es wird auf der Grundlage der gesetzlichen Regelung in § 5 Abs. 1 EEG um unverzügliche Bearbeitung gebeten. Da es sich um eine Anlage mit nur.... kWp (Hausanschluss) handelt und es in dem betroffenen Netzbereich keine Engpässe gibt, gehen wir davon aus, dass eine Freigabe des Anschlusses bis zum angegebenen Anschlussdatum erfolgen kann.
Anderenfalls bitten wir um Mitteilung bis zum ..... "

Anmerkung des SFV: Als angemessen könnte hier z.B. eine Frist von 2 Wochen angesehen werden. In dieser Zeit ist es bei entsprechender personeller Besetzung und fachlicher Qualifikation ohne Weiteres möglich, die Netzeignung für Hausanschlüsse im betroffenen Netzbereich mitzuteilen. In komplizierter gelagerten Fällen kann möglicherweise ein technischer Sachverständiger eine Einschätzung abgeben. Bei der
Erstanmeldung von Anlagen größer 30 kW ist zudem empfehlenswert, folgenden Satz hinzuzufügen: "Sollte der Netzanschluss aus technischer Sicht nicht am bestehenden Grundstücksanschlusspunkt erfolgen können, so bitten wir vorsorglich um Offenlegung der Netzdaten nach § 5 (5) EEG."

Bestätigt der Netzbetreiber den Netzanschluss nicht bis zum Ablauf der ihm gesetzten Frist, sollte dem Netzbetreiber auf Empfehlung von Ra. Dr. Fischer ein weiteres Schreiben (per Einschreiben) zugesendet werden. Darin sollte eine kurze Frist gesetzt und die Geltendmachung etwaiger Verzögerungsschäden angekündigt werden.

Sollte der Netzbetreiber auch hierauf nicht reagieren, hilft nur die Möglichkeit, ein Rechtsschutzverfahren anzustrengen. Hier kommt - je nach Einzelfall - ein zivilgerichtliches Verfahren oder ggf. auch ein Eilrechtsschutz-Verfahren in Frage.

Jedenfalls sind die Grundlagen dafür geschaffen, in nachträglichen Rechtsverfahren den Netzbetreiber für den durch die Verzögerung entstandenen Schaden ersatzpflichtig zu machen.

(Quelle: Rundmail SFV 28.10.2009)

 

 

Bund der Energieverbraucher (BdE) warnt vor Absenkung der Einspeisevergütung
(SFV Rundmail vom 28.10.09)
Diejenigen, die sich nun wirklich im Interesse der Stromkunden einsetzen, deren selbstgewählte Aufgabe der Schutz von Strom- und Gaskunden vor überhöhten Preisen ist, nämlich die Experten im Bund der Energieverbraucher, warnen vor stärkerer Absenkung der Einspeisevergütung. Sie fordern sogar für kleine Solarstromanlagen eine
Aussetzung der jährlichen Degression (Vergütungsabsenkung). Originalton BdE: "Wird die Vergütung schneller abgesenkt, als die Kosten sinken, dann erreicht man statt der beabsichtigten Marktausweitung das Gegenteil: Der Markt bricht zusammen....
(...den vollständigen Bericht können Sie über diesen Link auf den Seiten des SFV lesen.)
 

hf-energieberatung  | info[at]hf-energieberatung.de